Mittwoch, 28. November 2012

Boston & Philadelphia

Nach Washington haben wir unsere Reise in Richtung Philadelphia fortgesetzt. Während Washington D.C. die aktuelle Hauptstadt ist, handelt es sich bei Philadelphia ja bekanntlich um die ehemalige Hauptstadt. Für die kurze Zeit von 1790 – 1800 wurden die Geschicke der Vereinigten Staaten von Philadelphia aus gelenkt. Hier wurde die Unabhängigkeit erklärt und die Verfassung beschlossen.

Wir waren vier Tage in der Stadt, die so wichtig war für die Gründung der Vereinigten Staaten. In vielerlei Hinsicht wirkt die Stadt ein wenig europäisch. Man merkt einfach, dass es sich um eine der ältesten Städte der USA handelt. Wir sind durch die Straßen der Altstadt gelaufen und haben die wirklich schöne Atmosphäre genossen.
Die Independence Hall von der Südseite
Berühmt ist Philly, wie die Stadt auch gerne liebevoll genannt wird, übrigens auch für die Rocky-Filme. Alle sechs wurden hier gedreht und vor allem die Trainingsszene aus dem ersten Teil dürfte jedem in guter Erinnerung sein. Obwohl „Rocky“ als Person nie wirklich existiert hat, wird er hier verehrt wie eine wichtige Persönlichkeit. Es gibt sogar eine Statue von ihm.

Thanksgiving in Boston

Nach Philadelphia sind wir nach Boston gefahren, um dort eines der wichtigsten Feste der US-Amerikaner zu feiern: Thanksgiving. Das interessante an Thanksgiving ist, dass es vermutlich – anders als zum Beispiel Halloween – nie nach Europa schwappen wird. Es ist einfach zu stark mit der US-Amerikanischen Geschichte verwurzelt und mit den Zutaten, die man nur dort bekommt.
"Unser" Truthahn
Wir waren zu einem Thanksgiving Essen eingeladen und bekamen das volle Programm: Truthahn, Cranberry-Sauce, Kürbis, Süßkartoffeln, Kartoffelbrei, grüne Bohnen und zum Nachtisch Apfelkuchen und Kürbiskuchen.
Es ist wie bei den deutschen Feiertagen. Hat man ordentlich aufgegessen fühlt man sich, als hätte man zwei Elefanten am Stück verschluckt. Außerdem bleibt immer was vom Essen übrig und man hätte locker noch 10 weitere Leute satt bekommen. Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß und ein tolles Essen, was es so wohl nur in den USA gibt. Danke an Rachel, die uns eingeladen und so toll bekocht hat!

Natürlich ist Boston auch eine sehr schöne und berühmte Stadt. Hier hat am 16. Dezember 1773 die sogenannte Boston Tea Party statt gefunden, die letztlich zur Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika führte. Zudem sitzt hier mit der Harvard University eine der berühmtesten Universitäten der Welt.
Das Bunker Hill Monument
Wer nur wenig Zeit in Boston hat, dem kann ich den sogenannten Freedom Trail empfehlen. Es handelt sich dabei um einen Wanderweg durch die historische Altstadt von Boston, die mit einer durchgezogenen roten Linie auf dem Boden gekennzeichnet ist und an den wichtigsten historischen Gebäuden vorbei führt. Eine sehr nette Sache.

Wir jedenfalls haben unsere Zeit in beiden Städten genossen und uns am 24. November erneut nach New York aufgemacht. Diesmal hoffentlich ohne Wirbelstürme.