Freitag, 16. Dezember 2011

Schweden 2010 - Teil 3


Der dritte Teil der Schwedenreise: Südschweden und Öland

Südschweden
Von Malmö aus nehmen wir die Küstenstraße über Trelleborg nach Ystad, dann über Kristianstadt und Karlskrona hoch bis Kalmar. Die Strecke ist landschaftlich sehr schön. Der Regen lässt langsam nach und weicht sonnigem, stürmischem Wetter mit nur gelegentlichen Schauern. Man sieht immer wieder das Meer. Die Häuser sind im Süden eher kleinbürgerlich, doch je weiter man nach Norden kommt desto häufiger sieht man die typischen roten Holzhäuser. Ystad, die Heimatstadt von Kurt Wallander, gefällt uns gut.
Häuser in Ystad
In Bromölla campen wir am See. Der Anblick, der sich uns dort bietet, ist beeindruckend: die Sonne glitzert auf den vom Wind aufgepeitschten Wellen und lässt die Schaumkronen blendend weiß erstrahlen. Mehrere Surfer sind unterwegs. Am nächsten Morgen sind mehrere Bäume am See umgestürzt, der Wind pfeift uns unvermindert um die Ohren.
See bei Bromölla mit stürmischen Wogen
Von Karlskrona sind wir eher enttäuscht, ein paar Highlights gibt es aber doch.
Der berühmte Militärturm in Karlskrona
Das Zelt
In Bromölla stellen wir zum ersten Mal unser neues Zelt auf (es regnet nämlich das erste Mal nicht). Obwohl das Tigerbärchen fleißig hilft, dauert es etwa eine Stunde, bis die Stangen das erste Mal stehen – und wir waren zwischenzeitlich ganz schön verzweifelt. Der Rest ist dann leicht. Dazu ist zu erwähnen, dass wir erfahrene Camper sind. Allerdings ist das Zelt aufgrund seiner etwas komplizierten Konstruktion beim ersten mal recht schwierig aufzubauen. Mittlerweile bauen wir es innerhalb von zehn Minuten auf.


Unser neues Zelt erstmals aufgebaut
Öland
Überall auf Öland gibt es Windmühlen. Alte, traditionelle Holzwindmühlen. Und die deuten darauf hin, dass es hier ab und zu Wind gibt – oder besser: dass es hier nur ab und zu keinen Wind gibt. 
Eine Windmühle auf Öland

Wir können uns jedenfalls von den windigen Qualitäten Ölands und darüber hinaus von der Qualität des großen Zeltes überzeugen. Auch wenn wir unruhig schlafen weil die Zeltplanen ganz schön flattern steht das Zelt sicher. Da der Wind nicht nennenswert nachlässt beschließen wir noch am gleichen Tag wieder zum Festland zurückzufahren. Wir nehmen uns aber Zeit um das Borgholm Slott, eine der ältesten Burgen Schwedens, zu besichtigen. 
Borgholm Slott von außen

und von innen
Vom Solliden Slott sieht man nicht viel, weil es Sommersitz der Königsfamilie ist. Dafür besuchen wir noch ein eisenzeitliches Gräberfeld. Es gibt aufgestellte Steinplatten und auf dem Boden ausgelegte Steine, die die Gräber markieren. Eins davon heißt „Arche Noah“, weil die Form eines Schiffs hat, sogar mit einem aufgerichteten Stein als Ruderplatte. Die Heide mit ihrem Blütenteppich aus filigranen weißen, gelben und rosafarbigen Sommerblumen steht unter Naturschutz. 

steinzeitliches Grab in Schiffsform
Im vierten Teil geht es dann in die schöne Stadt Kalmar und nach Gotland mit dem UNESCO Weltkulturerbe Visby!