Mittwoch, 11. Januar 2012

Schweden 2010 - Teil 4


Große Idylle in Kalmar
Kalmar

Nach der stürmischen Nacht auf Öland haben wir uns ein bisschen Ruhe verdient. Die finden wir in Kalmar, wo wir in einem französischen Café zu Mittag essen. Das Wetter ist nun friedlich, die Sonne scheint und die Terrasse mit Blick auf den Hafen ist windgeschützt. Außerdem laufen ein paar knackige junge Kerls in Badehosen vorbei, am Nebentisch sitzen ein paar Grazien. Wir bestellen noch einen Kaffee.

Schließlich reißen wir uns los und schlendern ein wenig durch die Kalmarer Innenstadt. Wir kaufen uns Eis und spazieren auf eine kleine Landzunge, die ein wenig abseits der Innenstadt in einen Meeresarm ragt. Der Platz ist sowieso schon idyllisch, und zu allem Überfluss kommen ein paar hübsche Libellen angeflogen und setzen sich auf unsere Pullis. Wir überprüfen, ob wir nicht versehentlich in einem Disney-Märchenfilm gelandet sind.

Der Blick über einen See in Kalmar
Als die Schatten so lang geworden sind dass sie uns erreichen, erheben wir uns und fahren zum Campingplatz. Der ist zwar zu, aber sehr schön, und so folgen wir der an der Rezeption ausgehängten Empfehlung, uns einfach einen Platz auszusuchen und morgen zu zahlen.

Um dem schönen faulen Tag die Krönung aufzusetzen, fahren wir anschließend in die Stadt zurück um Cocktails zu trinken...

Oskarshamn

Amerika
Wir kommen erst spät aus den Federn – kein Wunder, nach der langen Nacht. Das Wetter ist super, und so gönnen wir uns ein nobles Campingfrühstück (mit Rührei), bevor wir uns ins Auto setzen und nach Oskarshamn fahren. Diese Stadt ist wenig sehenswert, aber von hier fährt nun mal die Fähre nach Gotland. Wir besichtigen die nette Altstadtgasse und die längste Holzbank der Welt.
Dadurch haben wir schon die touristischen Highlights der Stadt abgearbeitet und gehen zu den kulinarischen Attraktionen über. Für uns heißt das: eine Pizza am Hafen. Als wir die Pizzeria verlassen, stellen wir fest dass es 18 Uhr ist und genau jetzt die Bürgersteige der Stadt hochgeklappt werden. Die Fähre fährst erst in zwei Stunden!
Die längste Holzbank der Welt (ca. 30m)!
Da wir keine Lust haben in der wie ausgestorben wirkdenden Stadt herum zuhängen fahren wir ein Stück raus in den nahe gelegenen Ort „Amerika“. Wir finden eine schöne Stelle an einer Meeresbucht, an der wir die Zeit überbrücken.



Auf nach Gotland!

Die Fähre nach Gotland ist ziemlich groß. Das Salondeck, auf dem wir uns nach dem Boarding wiederfinden, ist aber beengend und voll und es riecht nach Essen. So gehen wir erst einmal an Deck und beobachten, wie das Schiff aus dem Hafen ausläuft. Es ist dunkel, so dass wir die Lichter des Hafens und an der Küste beobachten können. Der kalte Wind treibt uns aber doch bald wieder herunter.

Die Schlange vor der Essensausgabe ist immer noch sehr lang, und das Deck immer noch sehr voll. Wir suchen uns einen relativ leer aussehenden Tisch, an dem wir uns außen mit dran setzen, und gucken uns die Fotos, die wir in den letzten Tagen gemacht haben, an. Bald ist der Tisch aber nicht mehr relativ leer – aus der Einzelperson sind zwei Pärchen geworden. Sehr merkwürdige Pärchen. Am Tisch hinter uns spielt eine Gruppe junger Männer lauthals Karten. Als ein Tisch in der Ecke frei wird, ziehen wir dankbar um. Hier können wir in Ruhe den Film weitersehen – bis der Akku des Netbooks leer ist.

Die Fähre nach Gotland
Etwa eine Stunde später legt die Fähre in Visby an. Es ist 0:05. Auf dem Weg zum Campingplatz verfransen wir uns auch noch, aber um 0:45 treffen wir dann doch noch einen Platzwart auf dem Campingplatz, der uns sagt wo wir das Zelt hinstellen können. Wenig später fallen wir in die Schlafsäcke.