Mittwoch, 2. Mai 2012

Jodhpur

Das Meherangarh Fort
Jodhpur ist als die „Blaue Stadt“ bekannt und sie liegt mitten in der Wüste von Rajasthan. Dass es sich um eine Wüstenstadt handelt merkt man spätestens an der sehr trockenen Hitze und dem Sand, der einem öfters entgegen weht. Aber auch die Tatsache, dass dort Kamele für Lastentransporte eingesetzt werden, zeigt dass die Wüste nicht weit weg ist. Hier sind die meisten Häuser blau angemalt, weil dies ursprünglich eine Stadt von Brahmanen (Priester) war. Blau ist die Farbe der Brahmanen. Inzwischen haben aber auch viele andere ihre Häuser in der blauen Farbe gestrichen.

Meherangarh Fort

Eingang zum Fort (Entrance to Fort)
Jodhpur hat ein absolutes Highlight: Das Meherangarh Fort. Majestätisch thront es ähnlich wie die Akropolis über Athen auf einem Berg und schaut auf die blauen Häuser der Stadt hinab. Wir hatten das Glück ein kleines Hotel zu haben, von dessen Dachterrasse man direkt und ganz nah auf das Fort gucken konnte. Ein toller Anblick. Abends wurde das Fort beleuchtet, was den Anblick nicht weniger beeindruckend machte.
Aber auch von innen konnte sich das Fort sehen lassen. Einmalige Architektur und eine tolle Innenausstattung machen das Fort zu einem fantastischen Ort. Neu ist wohl der kleine Garten, der zwar von den Maharadschas gebaut wurde, der aber zerstört wurde. Er wurde nun wieder aufgebaut und erstrahlt in neuem Glanz. Eine Oase in der Wüste!

Mandore Gardens

Am zweiten Tag in Jodhpur haben wir uns zu Mandore Gardens fahren lassen. Diese Gartenanlage, die etwa 8 km außerhalb von Jodhpur liegt, ist bereits zur Zeit der Maharadschas entstanden. Sie wird bis heute gepflegt und von vielen Indern als ein Naherholungsgebiet genutzt. Auch wenn es ein schöner Ort ist, merkt man doch, dass sich um diesen Park weniger gekümmert wird, als um andere. Das liegt vielleicht am freien Eintritt und dadurch an fehlendem Geld. Immerhin gibt es eine tolle hinduistische Tempelanlage in dem Garten.
Tempel in Mandore Gardens
Etwas entschädigt wurden wir dann danach bei einem kurzen Besuch beim Umaid Bhawan, dem größten in Privatbesitz befindlichen Gebäude der Welt! Ein riesiger Palast, der von einem Herrscher Anfang des 20 Jahrhunderts gebaut worden ist. Er beherbergt neben einem Museum noch ein Luxushotel. Leider zu teuer für unser Budget.

Zurück nach Delhi

Gegen 20 Uhr abends ging dann unser Nachtzug zurück nach Delhi. Wir waren inmitten einer indischen Großfamilie postiert und haben dann zum Wohle aller unsere Plätze getauscht, damit die Familie zusammen sitzen konnte. Wir hatten dadurch die für uns angenehmeren Plätze. Eine Win-Win-Situation.
Meherangarh Fort bei Nacht (at night)
Delhi wird für uns aber nur eine Zwischenstation mit maximal einer Übernachtung sein. Wir werden dort Zugtickets weiter nach Dehradun und Amritsar, ganz im Norden, kaufen. In Dehradun warten die ersten Ausläufer des Himalaya auf uns und in Amritsar steht das größte Heiligtum der Sikhs: der goldene Tempel. Wir freuen uns!