Samstag, 3. November 2012

Playa del Carmen



Der Strand von Playa del Carmen
Die meiste Zeit in Mexiko haben wir in dem kleinen Touristenort Playa del Carmen verbracht. Aufgrund des stetig wachsenden Tourismus in Mexiko ist Playa del Carmen die am schnellsten wachsende Stadt in ganz Mexiko. Lebten hier Ende der 70er Jahre nur ein paar hundert Menschen, sind es inzwischen über 100.000. Die Infrastruktur ist entsprechend neu und sehr gut ausgebaut. Viele US-Amerikaner und Kanadier machen hier Urlaub oder überwintern sogar. Aber natürlich kommen auch viele Touristen aus Europa hierher. Dass die Nordamerikaner aber die Hauptzielgruppe sind, erkennt man vor allem daran, dass man fast überall auch mit Dollar bezahlen kann.

Wir hatten uns Playa del Carmen ursprünglich aus einem rein praktischen Grund ausgesucht: Hier waren die Sprachschulen günstiger als in Cancún. Viele haben uns auch geraten eher dort hin zu fahren, weil das einfach netter sei als Cancún. Wir können das nicht beurteilen, da wir von Cancún letztlich nur den Flughafen kennen gelernt haben.

¿Habla español?

Intensive Spanischstudien
Die ersten zwei Wochen unseres insgesamt sechswöchigen Aufenthaltes in Mexiko haben wir mit dem Spanischkurs verbracht. In einer komfortablen Dreiergruppe haben wir intensiv Spanisch gelernt. Hilfreich war dabei, dass wir bereits in Deutschland einen Spanischkurs besucht hatten. Somit mussten wir nicht im absoluten Anfängerkurs starten. Ebenfalls von Vorteil waren unsere verbesserten Englischkenntnisse, denn wenn die Bedeutung eines Wortes geklärt werden musste, wurde das auf Englisch getan. Dabei haben wir gelernt, dass es Worte gibt, die es nur in einer oder in zwei der Sprachen gibt, aber nicht in allen dreien. Oder kennt jemand von euch das englische Wort für „Gesprächspartner“? Es ist „interlocutor“, aber selbst die Muttersprachler im Englischen kannten es nicht. Vermutlich ein wenig gebräuchliches Wort.

Ruhiges Strandleben

Typische Straße in Playa del Carmen
Wenn wir keinen Kurs besucht haben, haben wir die Gemütlichkeit unseres Hostels genossen und haben gelegentlich die Nähe zum tollen Strand in Playa del Carmen genutzt. Zudem war es ganz interessant in einem Hostel zu sein, wo nicht hauptsächlich Touristen ihr Unwesen treiben, sondern viele Mexikaner unter gekommen sind, die nach einem Job in Playa Ausschau halten. Dadurch gab es nicht ständig neue Leute sondern es konnte sich eine familiäre Atmosphäre heraus bilden. Da viele Mexikaner wenig oder gar kein Englisch sprechen hat das wenige Spanisch, was wir gelernt haben oder bereits konnten, geholfen. Einige der Mexikaner nutzten die Gelegenheit ihre Englischkenntnisse zu verbessern. 

Unsere Residenz
Aufgrund des veränderten Zeitplans unserer Reise hatten wir deutlich mehr Zeit in Mexiko. Für uns ein Glücksfall, denn in Mexiko konnten wir günstig wohnen und mal so richtig ausspannen. Wir hatten ein tolles Zimmer mit Balkon und viel Platz für uns. Wir haben also eigentlich das gemacht, was alle Europäer in Playa del Carmen machen: Urlaub. Es war toll.