Freitag, 2. November 2012

Sandy in New York


Hier ein kurzer Sondereintrag zum Thema „Sandy“ an der Ostküste der USA. Wie die meisten sicherlich wissen, sind wir inzwischen wieder in den USA – genauer gesagt im Raum New York. Erst nachdem wir dort angekommen waren, haben wir vom Sturm „Sandy“ erfahren und anfangs war auch eher von „besonders schlechtem Wetter“ die Rede. Die Ausmaße, die das annehmen würde, konnte keiner so richtig ahnen. Dass die US-Medien gerne Dinge überdramatisieren, hat auch wenig dazu beigetragen die Situation vernünftig einschätzen zu können.
Als dann aber klar war, dass Sandy nicht nur ein „bisschen Wind“ machen würde, war es schon zu spät. Es gab praktisch keine Möglichkeit mehr den Großraum New York zu verlassen. Außerdem: Wo genau hätten wir hinfahren sollen? Washington und Philadelphia lagen – wie sich erst später heraus stellte – sogar direkt im Auge des Sturms. Da der Sturm nach Norden zog, war das auch die falsche Richtung. Blieb eigentlich nur nach Westen. Da der Sturm aber über 1500 km breit war, hätte man schon nach Chicago gemusst, um den Sturm zu entfliehen. Wir haben beschlossen zu bleiben, denn sich nach New York zu begeben – von wo die Busse fahren – und dann womöglich aus Manhattan nicht mehr nach Jersey City zu kommen, das wär das schlimmste gewesen, was hätte passieren können.
Wir hatten wir das Glück privat in Jersey City unter zu kommen. Bei uns war der Sturm auch bei weitem nicht so schlimm, wie in der nur ein paar km entfernten Stadt Hoboken, die direkt am Hudson River gegenüber von New York City liegt. Um euch das Ausmaß live vor Augen zu führen, hier ein paar Bilder, die ich in der unmittelbaren Nachbarschaft einen Tag nach dem Sturm gemacht habe. Man ist praktisch aus der Haustür getreten und hat die Schäden vorgefunden.

Zerstörtes Haus in Jersey City

Zerstörte Straßenlaterne

Auf ein Auto gestürzter Baum

Autos in Hoboken






Der Basketballplatz einer Schule

Eines der größten Probleme nach wie vor ist die Stromversorgung. Das liegt zu einem  Großteil daran, dass diese überirdisch verläuft.

Oberleitungen überall in Jersey City
Ich hatte übrigens das seltene Vergnügen mit Jürgen Domian in seiner  Sendung Domian über den Hurrikan Sandy zu sprechen. Wer es sich anhören möchte, kann die ganze Sendung hier als MP3 kostenlos herunter laden. Ich bin gleich der erste Anrufer. Derzeit sind wir auf dem Weg nach Chicago und werden wohl auch bald ankommen. Aber dazu an entsprechender Stelle mehr.