Sonntag, 13. Januar 2013

Rio de Janeiro

Die berühmte Christusstatue
Wenn man an Brasilien denkt, denkt man an Fußball, Strand, Sonne und natürlich an die berühmteste Stadt in Südamerika – an Rio de Janeiro. Wir waren insgesamt 10 Tage in der Stadt des Zuckerhutes und wir waren gespannt, ob sie den hohen Erwartungen stand halten kann.

Sehenswürdigkeiten: übersichtlich

Wenn man eine Weltstadt wie New York, Paris oder Bangkok besucht, hat man eine scheinbar nicht zu bewältigende Zahl von Sehenswürdigkeiten vor Augen. Wenn man in Rio ist, ist das ganze ein wenig übersichtlicher. Neben der berühmten Christusstatue und dem Zuckerhut gibt es noch ein paar Museen, Theater und Parkanlagen. Das war es auch schon. Rio ist definitiv keine Stadt, in die man fährt, um sich Architektur oder Kultur anzusehen. Auch zum Einkaufen eignen sich andere Städte deutlich besser (z.B. Bangkok).
Dazu kommt, dass wie überall in Brasilien, bestimmte Teile von Rio eher gemieden werden sollten. In den Armutsvierteln ist die Kriminalität enorm hoch und Touristen sind natürlich ein besonders leichtes und daher auch beliebtes Ziel.

Die Stadt selber ist das Erlebnis

Rio vom Zuckerhut aus gesehen
Was also macht den Reiz dieser Stadt aus, die jedes Jahr von Millionen von Touristen besucht wird? Die Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Ein wichtiger Punkt ist die Geografie der Stadt. Die Mischung aus Meerblick und Bergen im Hintergrund, an die sich die Stadt sanft anschmiegt, ist einfach atemberaubend. Dazu kommt, dass die Stadt nicht einen, nicht zwei sondern eine Vielzahl an Strände besitzt, die alle über weißen Zuckersand verfügen. Der Strand von Copacabana ist der größte und berühmteste und gleich um die Ecke gibt es den Strand von Ipanema, der vor allem durch das Lied The girl from Ipanema weltweit bekannt wurde.
Dazu kommt, dass es in Rio viele Bars, Cafés, Restaurants gibt und Brasilien insgesamt sehr liberal ist, was Kleidung und vor allem was Alkohol anbelangt. In vielen Ländern ist es absolut verpönt oder sogar verboten Alkohol öffentlich auf der Straße zu trinken. In Brasilien ist das alles kein Problem. Vor allem in den strandnahen Vierteln wie Ipanema laufen die Menschen in knapper Badebekleidung und mit einer Bierflasche in der Hand umher. Mittags. In der prallen Sonne. Das ist dort völlig normal. So einen entspannten Umgang mit Alkohol haben wir sonst nur in Europa erlebt.

Viele Veranstaltungen

Diese Affen besuchten uns morgens
Rio ist außerdem berühmt für seine Veranstaltungen. Ständig gibt es Events, die Touristen aus aller Welt anziehen. Neben dem berühmten Karneval (der übrigens NICHT der größte in Brasilien ist! Der größte ist der Karneval von Salvador da Bahia.) wird auch Silvester sehr groß gefeiert. Über Weihnachten gab es sogar ein kostenloses Stevie Wonder Konzert. Der Veranstaltungskalender in Rio ist randvoll und er wird sich in den nächsten Jahren noch verdichten, denn 2014 findet die Fußball WM in Brasilien mit dem Finale in Rio statt und 2016 sind sogar die Olympischen Sommerspiele in Rio. Es dürfte also interessant werden, wie sich die Stadt in den nächsten Jahren verändert, um sich auf diese Großveranstaltungen vorzubereiten.

Rio ist definitiv keine Stadt für ein Wochenende. Wer Rio wirklich erleben will, sollte dort mindestens eine Woche bleiben und versuchen möglichst viel vom Lebensgefühl der Einheimischen in sich auf zu saugen. Das Nachtleben, was wir nicht so intensiv getestet haben, soll sensationell sein. Aber auch tagsüber kann man das lockere Leben zwischen Strand, Fußball und viel nackter Haut genießen. Nicht verpassen sollte man die Fahrt mit der Seilbahn auf den Zuckerhut. Wahlweise kann man auch zur Christusstatue hoch fahren. Ist wohl genauso teuer, aber deutlich voller. Auf dem Zuckerhut gibt es diverse Cafés und Restaurants und man kann den sensationellen Blick über die Stadt bei einem Cappuccino genießen. Außerdem kann man die Christusstatue von dort auch sehen. 
Für alle, die es in nächster Zeit nicht schaffen, hier ein selbst gemachtes Video über die Fahrt auf den Zuckerhut. 




Rio ist definitiv eine Reise wert!